Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus)

Aussehen der Zweifarbigen Wegameise

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Eine Arbeiterin der Zweifarbigen Wegameise.

Der Kopf der Zweifarbigen Wegameise erscheint rötlich braun bis dunkelbraun. Der mittlere Körperabschnitt ist rötlich und der Hinterleib dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt. Die Arbeiterinnen erreichen eine Länge von ungefähr 4 mm. Männchen und Weibchen werden deutlich größer als die Arbeiterinnen und besitzen im Gegensatz zu diesen Flügel. Nach der Begattung werfen die Weibchen ihre Flügel rasch ab und ähneln somit den Arbeiterinnen.

Lebensweise der Zweifarbigen Wegameise

Die Nester werden in Felsen und Mauerwerke, unter Steinen oder auch in morschem Totholz angelegt und können recht große Völker enthalten. Die Nestkerne bestehen oft aus einer braunen Kartonstruktur und ähneln den Nestern von Wespen und Hornissen. Diese Kartonnester werden aus abgeraspeltem Holz, das mit Honigtau vermischt wurde, errichtet. Der Honigtau dient hierbei zum einen als Kleber und zum anderen als Substrat für das Wachstum von speziellen Pilzen, die der Konstruktion zusätzliche Festigkeit verleihen. Die Arbeiterinnen sammeln Honigtau und erbeuten Insekten. Männchen und Weibchen verlassen das Nest Ende Juni bis Ende August an einem warmen Tag zwischen 15.00 und 24.00 Uhr zum Schwarmflug.

Vorkommen der Zweifarbigen Wegameise

Diese Zweifarbige Wegameise kommt in Deutschland in etwa bis zur Höhe von Osnabrück vor und besiedelt sowohl das Flachland als auch höher gelegene Gebiete. Wesentlich häufiger kommt sie allerdings in Dörfern und Städten vor, wo sie ihre Nester in Mauern oder in verbautem Holz anlegt.

© Text und Fotos: Dr. Martin Felke

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Zweifarbige Wegameise
Ein Weibchen der Zweifarbigen Wegameise.

Wie kann man sich vor dem Befall durch die Zweifarbige Wegameise schützen?

Diese Zweifarbigen Wegameise kommt in vielen Regionen Deutschlands sehr häufig vor und die Jungköniginnen kommen nach dem Schwarmflug regelmäßig auch in Häuser und Wohnungen, um hier neue Kolonien im Mauerwerk, in Holz oder in Dämmmaterial zu gründen. Daher ist es im Grunde genommen nicht möglich, einen Befall zu verhindern. Holz, das trocken ist, wird aber in der Regel kaum von dieser Ameisenart befallen. Häufig siedeln sich diese Ameisen dort an, wo Holz durch Wasser aufgeweicht und von Pilzen befallen wurde.

Welche Probleme verursachen die Zweifarbigen Wegameisen?

Die Zweifarbige Wegameise gilt als gefährlicher Materialschädling. Die Art kommt regelmäßig in Häusern vor, in denen sie sowohl morsche als auch intakte Holzteile aushöhlt. Häufig bewohnen die Zweifarbigen Wegameisen auch Zwischendecken, in denen sie ihre Nester in Styropor und ähnlichen Dämmstoffen anlegen.

Wie kann man Zweifarbigen Wegameisen am besten bekämpfen?

Zweifarbigen Wegameisen können mit Kontaktinsektiziden und Fraßködern bekämpft werden. Als Schädlingsbekämpfungsunternehmen wissen wir genau, welche Produkte sich besonders gut zur Bekämpfung der Zweifarbigen Wegameise eignen. Darüberhinaus erfahren sie von uns, ob es sich tatsächlich um Zweifarbige Wegameisen handelt und nicht möglicherweise um die recht ähnliche, aber meist harmlose Schwarzgraue Wegameise. Vom Laien sind die verschiedenen Ameisenarten nicht auseinander zu halten. In Bezug auf erfolgversprechende Bekämpfungsverfahren gibt es aber gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Arten.

© Text und Fotos: Dr. Martin Felke

Fakten über die Pharaoameise

  • Kolonien

    Die Zweifarbige Wegameise baut ihre Nester in Felsen und Mauerwerken, unter Steinen oder auch in Holz.

  • Schädling

    Als gefährlicher Materialschädling höhlt die Zweifarbige Wegameise Holzteile aus und legt ihre Nester in Styropor oder ähnlichen Dämmstoffen an.

  • Bekämpfung

    Zweifarbige Wegameisen sollten unbedingt bekämpft werden, da sie als gefährlicher Materialschädling gilt.

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