Tigermücke

Mückenstich und krank? Die Tigermücke in aller Munde.

Ist der Mai kühl und nass, füllt es nicht nur dem Landwirt „Scheun‘ und Fass“ sondern fördert ebenfalls die Zahl der Mücken, die das feuchtwarme Klima sehr zu schätzen wissen. Was Sie als betroffene wissen sollten: bestimmte Stechmückenarten, wie zum Beispiel die Tigermücke, können Krankheiten übertragen. Aber man muss ja nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgehen, denn in den meisten Fällen geht ein Stich nur mit einem juckenden Schmerz einher. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Denn wer da gerade zustach, dass dürfte unter den meisten Mitmenschen nicht bekannt sein und erst recht nicht, ob bei dem Stich der Mücke Viren übertragen wurden. Deshalb sollten Sie einen Mückenstich zumindest im Auge behalten. Hier finden Sie mehr zum Thema Mücken.

Asiatische Tigermücke

Biologen des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) dokumentieren gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) alle in Deutschland vorkommenden Mückenarten. Der Mückenatlas soll helfen, das Risiko für durch Stechmücken übertragene Krankheiten abzuschätzen. Als besonders gefährlich gilt die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die unter anderem das Chikungunya-Virus überträgt. Sie kann zudem das West-Nil-Virus weitergeben sowie das Dengue- oder Gelbfieber. Aufgrund von Einsendungen aufmerksamer Bürger wurde sie bereits in Baden-Württemberg und Thüringen nachgewiesen.

So gefährlich ist das Chikungunya-Virus, das die Asiatische Tigermücke mitbringt

Die Erkrankung am Chikungunya-Virus ist eher lästig als gefährlich. Sie verläuft wie eine akute Grippe. Die Betroffenen zeigen für circa eine Woche grippetypische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Gefährlicher dagegen ist der Chikungunya-Virus für chronisch kranke Menschen. Allerdings kann es auch hier nur in wenigen Fällen zu monatelang andauernden, rheumaähnlichen und damit sehr unangenehmen​ Gelenkschmerzen kommen. Todesfälle gab es ganz selten. Ebenfalls stärker gefährdet sind bereits geschwächte Menschen, Schwangere und Säuglinge. Gezielte Therapien oder Impfstoffe gibt es bisher nicht. Behandelt werden lediglich die Symptome – beispielsweise mit Schmerzmitteln.

Die Asiatische Tigermücke in unseren Regionen

In Italien gab es bereits im Jahr 2007 Infektionsfälle, doch seitdem gab es hier aber keine Übertragungen des Erregers mehr. Anders sieht es dagegen auf anderen Kontinenten aus und seit Ende 2013 scheint sich der der Erreger rasant auszubreiten. Die Gesundheitsbehörden in Süd- und Mittelamerika registrierten bis 2015 rund 1,3 Millionen Fälle des Chikungunya-Fiebers.

Quelle: www.focus.de/gesundheit/ratgeber/reisemedizin

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